{"id":37,"date":"2013-11-14T22:05:25","date_gmt":"2013-11-14T22:05:25","guid":{"rendered":"https:\/\/revue-gugu.org\/bab\/?p=37"},"modified":"2013-11-16T11:47:33","modified_gmt":"2013-11-16T11:47:33","slug":"37","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/revue-gugu.org\/bab\/2013\/11\/37\/","title":{"rendered":"Sommerzeit ist Ferienzeit"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"http:\/\/www.der-sulzer-online.de\/archiv\/pdf\/sulzer-08-2011.pdf\" target=\"_blank\"><em>Der Sulzer, Ausgabe 256, August 2011, Seite 28<\/em><\/a><\/p>\n<p><strong><em>Liebe Leserinnen und Leser in und um Sulzbach,<br \/>\n<\/em><\/strong>Sommerzeit ist Ferienzeit &#8211; bei Ihnen in Sulzbach und auch hier bei uns in Bassila. Von Anfang Juli bis Ende September sind Ferie; die Sch\u00fcler haben schon lange darauf gewartet. Den klassischen Familienurlaub oder gar Tourismus gibt es hier nicht. Aber viele Kinder fahren in die Ferien, oft sogar f\u00fcr mehrere Wochen oder Monate.<\/p>\n<p>\u00dcblicherweise ist das ein Besuch ohne Eltern bei Verwandten. Ein Onkel, der in Cotonou wohnt, l\u00e4dt z.B. seinen Neffen f\u00fcr Ferien in der gro\u00dfen Stadt ein. Der Junge kann seinen Onkel sogar zur Arbeit begleiten. Und am Wochenende gehen sie auf den riesengro\u00dfen Markt oder zum Flughafen oder Hafen. Ein Sonntag am Strand ist auch etwas ganz Besonderes f\u00fcr den Jungen aus dem Binnenland. In Cotonou ist alles anders, es gibt viel mehr Leute und Gesch\u00e4fte, viel mehr Verkehr und sogar Stra\u00dfenbeleuchtung. Es gibt so viel Neues zu sehen.<\/p>\n<p>Oder eine junge Frau ist seit einem Jahr in Parakou verheiratet, in den Ferien kommt ihre kleine Schwester und hilft im Haushalt und mit dem Baby. Sie geht mit auf den Markt, erkundet die Stadt und genie\u00dft ihre schulfreie Zeit.<\/p>\n<p>Eine Tante l\u00e4dt ihre 7-j\u00e4hrigen Zwillingsnichten f\u00fcr ein paar Wochen nach Savalou ein, anderthalb Stunden s\u00fcdlich von Bassila. Dies wird ihre erste Ferienreise, und sie sind ganz aufgeregt. Ein Onkel reist im \u00f6ffentlichen Bus in die gleiche Richtung und nimmt die beiden mit. Am Zielort holt die Tante sie ab. Wie praktisch, dass es heutzutage Handy gibt, so ruft die Mutter immer mal an und fragt, ob ihre M\u00e4dchen schon Heimweh haben.<\/p>\n<figure id=\"attachment_72\" aria-describedby=\"caption-attachment-72\" style=\"width: 1063px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/revue-gugu.org\/bab\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/ATT-f\u00fcr-web.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-72\" alt=\"Der Linienbus aus Cotonou ist angekommen\" src=\"https:\/\/revue-gugu.org\/bab\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/ATT-f\u00fcr-web.jpg\" width=\"1063\" height=\"403\" srcset=\"https:\/\/revue-gugu.org\/bab\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/ATT-f\u00fcr-web.jpg 1063w, https:\/\/revue-gugu.org\/bab\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/ATT-f\u00fcr-web-300x113.jpg 300w, https:\/\/revue-gugu.org\/bab\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/ATT-f\u00fcr-web-1024x388.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1063px) 100vw, 1063px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-72\" class=\"wp-caption-text\">Der Linienbus aus Cotonou ist angekommen<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein vierzehnj\u00e4hriger Junge hat sogar einen Onkel, der in Ghana als Buschtaxifahrer auf Fernstrecken arbeitet. Er reist ganz alleine im Sammeltaxi dort hin und muss sogar mehrfach umsteigen. Er begleitet seinen Onkel mehrere Wochen lang und sieht viel vom Land &#8211; da gibt es am Ferienende viel zu erz\u00e4hlen! Und sein Schulenglisch hat er auch t\u00e4glich angewendet.<\/p>\n<figure id=\"attachment_73\" aria-describedby=\"caption-attachment-73\" style=\"width: 1063px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/revue-gugu.org\/bab\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Taxi-unterwegs-f\u00fcr-web.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-73\" alt=\"Buschtaxis sind hier der \u00f6ffentliche Fernverkehr, vergleichbar mit der Bahn in Deutschland.\" src=\"https:\/\/revue-gugu.org\/bab\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Taxi-unterwegs-f\u00fcr-web.jpg\" width=\"1063\" height=\"716\" srcset=\"https:\/\/revue-gugu.org\/bab\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Taxi-unterwegs-f\u00fcr-web.jpg 1063w, https:\/\/revue-gugu.org\/bab\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Taxi-unterwegs-f\u00fcr-web-300x202.jpg 300w, https:\/\/revue-gugu.org\/bab\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Taxi-unterwegs-f\u00fcr-web-1024x689.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1063px) 100vw, 1063px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-73\" class=\"wp-caption-text\">Buschtaxis sind hier der \u00f6ffentliche Fernverkehr, vergleichbar mit der Bahn in Deutschland.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Teenager suchen sich gerne Ferienjobs in der Stadt. Die M\u00e4dchen finden leicht etwas bei jemandem im Haushalt, f\u00fcr die Jungen ist es schwieriger. Sie helfen manchmal beim Maurer mit oder beim Motorradwaschen. Viele Sch\u00fcler m\u00fcssen einen Teil ihrer Schulgeb\u00fchren und ihres Unterrichtsmaterials selber verdienen.<\/p>\n<p>Viele Bassilaner arbeiten in der Stadt im S\u00fcden und haben auch ihre Familien nachgeholt. Alle Beniner bleiben aber jeweils ihrem Heimatdorf sehr verbunden. Deshalb schicken sie oft ihre Kinder in den Ferien zur\u00fcck nach Bassila zur Gro\u00dffamilie, damit auch die n\u00e4chste Generation noch dort verwurzelt bleibt.<\/p>\n<p>Staus wie auf deutschen Autobahnen gibt es hier in der Ferienzeit nicht, aber die Busse und Taxis sind voll. Eine sch\u00f6ne Urlaubszeit w\u00fcnsche ich Ihnen, bis zum n\u00e4chsten Mal!<\/p>\n<p><em>Viele Gr\u00fc\u00dfe,<\/em><br \/>\n<em>Stefanie Zaske<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>August 2011<br \/>\nSommerzeit ist Ferienzeit &#8211; bei Ihnen in Sulzbach und auch hier bei uns in Bassila. Von Anfang Juli bis Ende September sind Ferie; die Sch\u00fcler haben schon lange darauf gewartet. Den klassischen Familienurlaub oder gar Tourismus gibt es hier nicht. 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